Content
Juni 2008 begründeten serbische Politiker im Kosovo ein von Pristina unabhängiges Parlament der Gemeinschaft der Gemeinden der Autonomen Provinz Kosovo und Metochien, welches jedoch 2013 aufgelöst wurde. Der außenpolitische Sprecher der Europäischen Union, Peter Stano, drohte jedoch, der Kosovo würde durch die Botschaftsentscheidung seine Perspektive auf eine EU-Mitgliedschaft verspielen, was jedoch den Kosovo nicht davon abhält. Dabei wird erstmals die Grenze zwischen den beiden benachbarten Staaten international verbindlich festgeschrieben. Russland als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates hat sich dagegen auf die Seite Serbiens gestellt, auch China verhält sich weiterhin ablehnend. Spanien, Griechenland, Zypern, Rumänien und die Slowakei erkennen den Kosovo nicht an. Eine Reihe von Staaten, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, haben seit Februar 2008 Botschaften in Pristina eröffnet.
Mit 64,5 % Anteil am Bruttoinlandsprodukt (2009) ist es der größte Sektor in der Wirtschaft. Obwohl ein Großteil der Bevölkerung in diesem Sektor arbeitet, erwirtschaftet er nur 12,9 % des gesamten Bruttoinlandsprodukts. Hauptabnehmerländer sind Italien, Albanien, Nordmazedonien und China, wichtigste Importeure Serbien, Deutschland und die Türkei. Die Finanztransfers aus dem Ausland gingen seit 2003 erheblich zurück. Die Vergabe der Mittel wurde an weitreichende Bedingungen zu deren Verwendung, so zum Beispiel auch für die serbische Minderheit, geknüpft. Im Kosovo sind zudem 4.511 Soldaten der NATO-Militärmission KFOR im Einsatz. Ein UNMIK-Sprecher erklärte im Juni 2009, nach der Übertragung der meisten verbliebenen Funktionen an die EU-Rechtsstaatsmission (EULEX) sei UNMIK auf die politische Aufgabe konzentriert, den „Dialog zwischen den Gemeinschaften herzustellen“. Bis Ende 2008 verließ zudem ein Großteil der UNMIK-Mitarbeiter das Land.
Aber auch den anerkennenden Staaten werden politische Motive vorgeworfen. Serbien, Russland, China und viele weitere nicht-westliche Staaten lehnen die Souveränität des Kosovo bis heute ab. Zudem wird auf die UN-Sicherheitsratsresolution aus dem Jahr 1999 verwiesen, in der der Kosovo als Teil Serbiens anerkannt wird. Die politische Arbeit teilten sich bislang die UN-Verwaltung und die von ihr gegründeten „Institutionen der provisorischen Selbstverwaltung“. Demnach wird die Tätigkeit von EULEX in einem statusneutralen Rahmen erfolgen – was wiederum von der Regierung des Kosovo nicht anerkannt wird. Andere Staaten halten die einseitig ausgerufene Unabhängigkeit für rechtswidrig und betrachten den Kosovo weiterhin als einen Teil Serbiens, auch wenn die serbische Regierung keine Kontrolle mehr über das Gebiet ausübt.
Landesname
Ferner gibt es in den serbischen Enklaven, insbesondere im Nordkosovo, von Serbien finanzierte und kontrollierte Verwaltungsstrukturen (Schulen, Gerichte, Behörden). Bis heute haben 119 von 193 UN-Mitgliedstaaten die Unabhängigkeit des Landes anerkannt. Die 1989 gegründete „Demokratische Liga des Kosovo“ (LDK) war lange Zeit die politische Hauptkraft des Widerstandes gegen die serbische Herrschaft und stellte den späteren ersten Staatspräsidenten Rugova. Jeweils ein Minister muss der serbischen, ein weiterer einer anderen Minderheit angehören. Wurde Oliver Ivanović, ein Politiker der serbischen Minderheit im Kosovo, vor der Zentrale seiner Partei in Mitrovica erschossen. Die politischen Kompetenzen wurden der UN-Mission United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK) übertragen. Juni 1999 die Resolution 1244, die eine vulkano casino login „zivile und militärische Präsenz“ mit umfangreichen politischen und militärischen Vollmachten vorsah. Anschließend kam es zu serbischen Racheakten an den Angehörigen.
Weitere kosovarische Vereine, die bereits in dieser Liga spielten, sind KB Peja und Bashkimi Prizren. Der Rekordmeister in der Liga ist KB Prishtina mit 14 Titeln, zudem konnte der Verein 15 Pokalsiege erringen. Die Basketball-Liga im Kosovo, Superliga e Kosovës në Basketboll, wurde erstmals 1991 ausgetragen. In der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2021 trat man in der Gruppe A gegen England, Tschechien, Bulgarien sowie Montenegro an. Die Europaspiele 2019 in Baku endeten mit drei Medaillen für den Kosovo, Majlinda Kelmendi gewann dabei die erste kosovarische Goldmedaille. Bei den Judo-Weltmeisterschaften gewann der Kosovo durch Kelmendi zwei Goldmedaillen, zudem konnte man fünf Bronzemedaillen erringen. An den Mittelmeerspielen nahm der Kosovo erstmals 2018 teil.
Landesname
Gemüse spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in der kosovarischen Küche. In den letzten Jahrzehnten hat sich die kosovarische Musiklandschaft jedoch stark weiterentwickelt und moderne Stile wie Pop, Rock, Hip-Hop und elektronische Musik haben an Bedeutung gewonnen. Juni 2008 gab der Vorsitzende der Verfassungskommission des kosovarischen Parlamentes Hajredin Kuçi bekannt, dass die Arbeitsgruppe zur Findung der künftigen Nationalhymne sich auf die Komposition Evropa („Europa“) von Mendi Mengjiqi geeinigt hat. Betroffen sind vor allem Alte, Behinderte, Bewohner kleiner oder abgelegener Städte und Gemeinden sowie die Angehörigen der nichtserbischen Minderheiten wie Roma oder Goranen. In serbischen Enklaven kann auch mit serbischen Dinar bezahlt werden. Unter den alten Haustierrassen des Kosovo ist die bekannteste der Kosovokräher, der in den letzten Jahren auch außerhalb des Ursprunglandes zunehmende Beliebtheit wegen seines außergewöhnlichen Krährufes genießt.
Die Hochgebirgslandschaften an den Grenzen zu Albanien, Montenegro und Nordmazedonien erreichen durchweg 2500 m. Die Ebenen sind durch ein hügeliges, großteils von lockeren Eichenwäldern bewachsenes Mittelgebirgsland voneinander getrennt, was die Kommunikationswege erschwert. 53 % der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, 42 % sind Waldgebiet und 5 % bebaut beziehungsweise Stadtgebiet. Juli 2010 in einem rechtlich nicht bindenden, von der UN-Generalversammlung auf serbische Initiative angeforderten Rechtsgutachten zu dem Ergebnis, dass die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo nicht gegen das Völkerrecht verstoße. 119 der 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen erkennen die Republik Kosovo als einen unabhängigen Staat an.

